3 Tage (Seminarleitung Rosemarie Dypka)

PREMIUM HYPNOCOACHING: 20. – 22.10.2017

Was ist hier das Problem?
Sind es die Steine? Das Hindernis? Der Weg? Das Ziel?

Stellen Sie sich vor, Ihr Klient ist auf dem Weg. Er kommt in diese Situation und weiß nicht weiter. Wie würden Sie ihn coachen?

  • Dazu ein paar andere typische Coaching-Beispiele aus meiner Praxis, die zu dieser Metapher passen:
    Eine Golfspielerin ist erfolgreiche Amateurin. Weil sie so gut ist, empfiehlt man ihr eine Profi-Karriere. Als Profi versagt sie jämmerlich. Auf einmal macht sie banale Fehler und ist verzweifelt.
  • Ein Sänger kann nicht mehr singen. Er hat eine schwierige Scheidung hinter sich. Seine Exfrau spielt im Orchestergraben, und das „verschlägt ihm die Stimme“.
  • Eine Therapeutin will sich selbständig machen, findet nicht den richtigen Absprung. Sie meint, ihr Wissen reicht nicht aus. Muss immer noch dazulernen, so geht es schon seit Jahren.
  • Ein Jurist arbeitet seit Jahren an seiner Doktorarbeit und bekommt sie einfach nicht fertig.
  • Ein Team hat sich selbständig gemacht: Sie brauchen Kunden, schaffen es aber nicht zu akquirieren, „weil wir ja noch keinen Kunden vorweisen können“.
  • Eine Frau hat das Gefühl, beruflich zu stagnieren. Sie sieht, wie ihre männlichen Kollegen befördert werden, obwohl sie sich für fachlich kompetenter hält.
  • Eine Führungskraft in einem großen Unternehmen fühlt sich in seiner Position überfordert: Immer mehr Aufgaben, immer weniger Personal.
  • Eine Firma wünscht sich beständigen Erfolg. Die Wirklichkeit sieht anders aus: Mal gibt es zu wenig Aufträge – mal zu viele. Beides ist ein Problem.

Wie würden Sie coachen?
Coaching bedeutet, dass man jemanden aus seiner Problemsituation befreit, indem man ihn zu einer „guten Lösung“ begleitet.

Dabei gibt es Folgendes zu berücksichtigen:

  1. Der Klient muss die Lösung ebenfalls „gut“ finden (sonst wäre es nur ein Ratschlag).
  2. Ein Problem erzeugt die Vorstellung, dass es keine Handlungs- oder Lösungsmöglichkeiten gibt. Man bleibt in dieser unlösbaren Situation gefangen. Es geht also um eine Erweckung von Vorstellungen, die ein Handeln ermöglichen.
  3. Die Lösung ist meistens unbekannt (sonst gäbe es ja kein Problem) – sie muss gefunden, erfunden werden. Das ist ein schöpferischer Prozess.
  4. Nur Handeln (Tun, Machen) führt zum Erfolg – Problemdenken blockiert. Wirksames Handeln braucht eine Motivation, und Motivation braucht positive Emotionen.

Menschen neigen dazu, schwierige Situationen verengt wahrzunehmen. Sie lassen nur zwei mögliche Ergebnisse zu – Sieg oder Niederlage (binäres Denken). Alternativen werden nicht wahrgenommen. Unter Druck geben sich die meisten Menschen mit der ersten plausiblen Antwort zufrieden. Sie hören auf zu differenzieren. Sie bilden sich zu einem Problem eine Meinung, es kommt zum Schubladendenken, schematischem Beurteilen, Festhalten an der eignen Ansicht, Tunnelblick.

So werden Leistungsprobleme gern mit Fähigkeiten des Menschen begründet (Das schaffe ich nicht). Tatsächlich sind es aber meistens die Bedingungen, die Probleme machen (Das ist nicht zu schaffen).

Mit dem Hypnocoaching werden zukünftige Handlungen geplant und vorweg genommene Erfolge erlebt. Es geht um Selbstwahrnehmung, Selbstverbesserung, Selbstwirksamkeit. So kann man sich Erlebnisse in der Hypnose nicht nur vorstellen, sondern innerlich erfahren, wie es ist, wenn man sie „wirklich“ erlebt, z.B. ein gutes Verkaufsgespräch, eine erfolgreiche Gehaltsverhandlung, eine fertige Doktor-Arbeit …

Zum obigen Bild:
Da denken sicher einige: „Die Steine muss ich wohl aus dem Weg räumen. Wie soll ich das denn schaffen?“ Andere denken vielleicht: „Dann muss ich wohl umkehren. Da geht es nicht weiter.“ Ich war in dieser Situation, ich habe das Foto gemacht. Bei näherem Herangehen kann man sehen, dass der Weg links an Steinen vorbei weitergeht.

Seminarinhalte:
– Unterschiede zwischen Coaching und Therapie – Problem-Analyse – das emotionale Konto – das soziale Atom nach Jacob Levy Moreno – Corporate Identity – USP (was macht unverwechselbar) – Physiologie (körperliche und mentale Auswirkungen im Negativen und im Positiven) – Selbstwirksamkeit – lösungsfokussierte Ansätze – gewaltfreie Kommunikation – Sprache als strukturgestaltendes Element – wirkungsvolle Handlungen planen – zukünftige Erfolge inszenieren und erlebbar machen – Hypnose-Techniken (Trance-Induktionen, Sprachmuster, Visualisierungsmethoden) – Führung zu inneren Wahrnehmungen – Selbsterfahrung – aktuelle Honorare für Coaching –